Das Häs der Hohentwiel-Hansele

Häs

Das Blätzlehäs ist in der Region Hegau weit verbreitet. Da man sich in ländlichen Gegenden keine teure Verkleidung leisten konnte wurden ursprünglich Stoffreste auf alte Kleidungsstücke aufgenäht. Da auch Holzmasken für den Normalbürger nicht erschwinglich waren behalf man sich mit wesentlich günstigeren Stoffmasken.

Das Narrenkleid der Hohentwiel Hansele, das sogenannte Häs besteht aus  ungefähr 2000 roten und grünen Filzstücken, Blätz genannt, ca. 4x8 cm groß. Diese sind abwechselnd (rot-grün) auf eine Arbeitshose und -jacke aufgenäht. Außerdem sind noch ca. 200 Glöckchen (Schellen) am Häs angenäht.

Die Maske ähnelt dem Häs, wobei das Gesicht von einem schwarzen Tuch mit einer langen, roten Nase bedeckt ist. Als Kopfschmuck dient ein Fuchsschwanz. Zum Häs werden weiße Handschuhe und schwarze Schuhe getragen. Außerdem tragen die Hansele noch Saublodern (Schweinsblasen) , die an einem sogenannten Hagenschwanz befestigt sind.

Das Häs wird in der Regel nur zu den Umzügen getragen!

Häs im Narrenmuseum Schloß Langenstein

Häs im Fasnachtmuseum Schloß Langenstein

Kutte
Die Jungnarren , d.h. neue Vereins-Mitglieder, tragen ab dem Alter von 14 Jahren eine sogenannte Kutte.
Kinder erhalten sofort das Häs, die das 14 Lebensjahr noch nicht vollendet haben.

Die Kutte besteht aus rotem Stoff. Auf dem Rücken ist das Vereinslogo aufgestickt. Dazu wird eine grüne Wollmütze um die Schultern getragen, deren Bommel rechts hängt. Zur Kutte werden schwarze Hosen und Schuhe getragen. Während der Umzüge gehören selbstverständlich weiße Handschuhe dazu.

zurück